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AbschlussfeierKi_Staatspreisvergabe_Europapassvergabe

Rothenburg, 23.07.2026. Gleich drei Gegebenheiten konnten gefeiert werden.

An der Berufsfachschule für Kinderpflege wurden in diesem Jahr 18 Absolventinnen und Absolventen verabschiedet, dazu 6 externe Prüfungsteilnehmerinnen.
Außerdem wurden drei Staatspreise verliehen. Darüber hinaus es gab die Europapässe für die Teilnehmenden am ErasmusPlusProgramm.

Neben Kinderpflegerinnen und Kinderpfleger waren Schülerinnen aus der 11. Klasse der Industriekaufleute und eine Schülerin aus der Fachklasse für Büromanagement aus Dinkelsbühl mit dabei.

Die Abteilungsleiterin der Berufsfachschule für Kinderpflege, Katja Scholpp, zollte den jungen Menschen großen Respekt für ihre Leistungen, erinnerte an so manche heitere Begebenheit in den vergangenen zwei Jahren.

Intensive Jahre seien es gewesen, so der Schulleiter Michael Steigmann, Unterrichtsphasen und Praxiseinheiten in den Kitas hätten sich abgewechselt. Neben den fachlichen Kompetenzen hätten die Schülerinnen und Schüler gelernt, die Kinder in der Kita zu unterstützen, sie zu begleiten und dabei geduldig zu sein. Auf ihrem Weg hin zum Abschluss seinen auch die angehenden Kinderpflegerinnen und Kinderpfleger von ihren Lehrkräften und Praxisanleitenden begleitet und unterstützt worden. Jetzt könnten die Absolventinnen und Absolventen neue Wege gehen. Steigmann wünschte den jungen Menschen, dass sie nie die Begeisterung für ihren Beruf verlieren, sie würden eine außerordentlich wichtige generationenübergreifende Aufgabe für die Familien und die Gesellschaft übernehmen.

Die Klassenlehrerin Ann-Kathrin Gundermann erinnerte an die vielen Reisen, die während der beiden Jahre durchgeführt wurden. Jede Schülerin / jeder Schüler sei mit einem Rucksack in die Berufsfachschule gekommen, bepackt mit einer gewissen Neugierde und Vorfreude. Wissen und Empathie habe man im Laufe der zwei Jahre dazu gepackt. Die Reiseroute sei keineswegs eintönig gewesen, so Gundermann, die Schule als solche biete viel Abwechslung durch die bunte Fächervielfalt. Dazu habe es die Auslandspraktika in Südtirol, Irland und Finnland gegeben. Die Abschlussfahrt habe die Klasse nach Prag geführt. So manche Umwege hätten einzelne Schülerinnen und Schüler in Kauf genommen, trotzdem hätten alle ihr Ziel erreicht. Jeder Tag in der Berufsfachschule für Kinderpflege sei ein Besonderer gewesen, der Ausdauer, Flexibilität und ein großes Herz erfordert hätte, so Gundermann. Das erste Etappenziel sei erreicht, jetzt würden alle die Richtung wechseln, hinein in den Beruf oder auf die Fachakademie für Sozialpädagogik. „Tragt euren Rucksack mit Stolz und füllt ihn weiter“, so Gundermann. 

Klassensprecher Maurice Ußmüller meinte, die Ausbildung in der Berufsfachschule für Kinderpflege sei „ein einziges Abenteuer“ gewesen, man wusste nie so recht, wie sich der nächste Tag entwickelt, doch Schule und Praxiseinheiten wären die perfekte Mischung gewesen, angereichert mit viel Auslandserfahrung.

Die hatten auch die Dinkelsbühler Schülerinnen gesammelt, sie waren in Dublin mit dabei, machten dort ganz unterschiedliche Praktika, im Hotel, in der Personalverwaltung oder in einer Druckerei. Mia arbeitete bei „Gifts of Ireland“, durfte traditionelle irische Geschenke online verkaufen, neue Produkte fotografieren und in die Website einstellen.

Alle hatten viel gelernt und jede Menge Erfahrungen gesammelt. Dafür gab es die ErasmusPlus-Zertifikate. Die Auslandsaufenthalte seien für die Schülerinnen und Schüler kostenlos, würden über die EU gefördert, so Patrick Wiesinger, der „Head of office“, der die Auslandsaufenthalte koordiniert. Die Gelder setzt er klug ein, so reisten die Schüler im Flix-Bus nach Südtirol, nächtigten in günstigen Unterkünften. Dafür sprang dann auch noch Taschengeld für die Schülerinnen und Schüler heraus. Ein wenig anders gestaltete sich der Irland-Aufenthalt. Fliegen ist einfach teurer, so Wiesinger. 


Drei der Kinderpflegerinnen wurden mit dem Staatspreis ausgezeichnet. So erreichten Doris Hirsch (mittig) und Nicole Beckmann (re.) als Klassenbeste die Traumnote 1,0, Emelie-Sophie Heuer (li) einen Schnitt von 1,4. Dafür sprach ihnen die Regierung von Mittelfranken eine besondere Anerkennung aus.  Doris Hirsch ist gelernte Orthopädieschuhmacherin, doch sie wollte noch einmal Neues wagen, denn der Beruf werde zunehmend industrieller, sie habe immer weniger Zeit mit den Patienten verbracht. Mit 48 Jahren entschloss sie sich, Kinderpflegerin zu werden. Manches konnte sie gemeinsam mit ihrer 12-jährigen Tochter lernen, beispielsweise im Fach Musik, das habe viel Spaß gemacht. Die 42-jährige Nicole Beckmann ist geprüfte Personalfachfrau im Steuerbereich. Sie hat zwei Kinder, diese hätten sie bewogen, den Beruf zu wechseln und künftig als Kinderpflegerin zu arbeiten. Für sie sei der Beruf eine „echte Berufung“, so Beckmann. - M. Schwandt  - 

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